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RAMMSHORN oder WIDDERHAUBE

Zu Ende des 13. Jahrhunderts entwickelte sich eine neue Frisurenmode, das Rammshorn. Hierbei wurde das Haar in der Mitte gescheitelt und über beiden Ohren ein dicker Zopf geflochten. Jeder Zopf wurde nun fest mit Leinen umwickelt, zu einer Schnecke aufgedreht und schließlich so befestigt, dass die Ohren bedeckt waren. Im Profil sah es dann so aus wie das Gehörn eines Widders, daher auch der Name.
Da zu dieser Zeit auch das Ideal der hohen Stirn herrschte, wofür sich die Damen den Haaransatz und auch die Augenbrauen abrasierten, entwickelte sich die Widderhaube, die einerseits die Stirnhöhe betonte, gleichzeitig den Haarschnecken zu größerem Volumen verhalf und noch dazu wertvoll und edel geschmückt werden konnte. Vermutlich ist ihr Ursprung im Französischen zu suchen.
Eine bekannte Trägerin war Jeanne de Bourbone, die 1388, eine solche Haube tragend, durch eine Statue verewigt wurde.

Modell Jeanne

Bild Rammshornhaube Modell Jeanne Bild Rammshornhaube Modell Jeanne
Bild Rammshornhaube Modell Jeanne
Widderhaube Modell Jeanne Widderhaube Modell Jeanne
Widderhaube

Diese aufwendige und kostbare Haube ist aus reinem Leinen (vorgewaschen) in schwarz genäht und gefüttert. Ausgeschmückt wurde dieses Modell mit verschiedenen Goldbrokatborten, Perlensträngen und Wachsperlen, die alle von Hand aufgenäht wurden. Durch die Einarbeitung eines Drahtgestells kann sie auf jede Kopfform optimal angepasst werden und verliert auch bei Regen nicht die Form. Ihre aufwendige Machart gewährleistet optimalen Tragekomfort. Kombiniert werden kann sie mit einem einfachen Haarnetz oder, bei kurzen Haaren, mit einem Haarbeutel. Die Trägerin dieser ausgefallenen Haube kann sich bewundernder Blicke sicher sein.

Wir fertigen dieses Schmuckstück aus Leinen, Samt und Brokat und in vielen Farben.

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